Integriert und antisemitisch.

Sie sehen eine junge Frau, die orientalisch aussieht und in einer Bar in irgendeiner deutschen Großstadt sitzt. Sie wissen, dass sie in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, also fließend Deutsch spricht. Sie haben erfahren, dass sie ein Auslandssemester in England absolviert hat und nun als Werkstudentin in einem erfolgreichen Unternehmen arbeitet. Mit welchem Adjektiv würden Sie diese Frau beschreiben? „Integriert“ Richtig. Als integriert.

Würden Sie aber auf diese Bezeichnung bestehen, wenn Sie wüssten, dass dieselbe Frau „Jude“ als Schimpfwort benutzt und behauptet, dass das jüdische Volk geizig, gierig und unmenschlich sei? Weiterlesen

Was ist mit unserer Religionsfreiheit?

In Deutschland melden sich immer mehr Muslime in der öffentlichen Debatte zur Wort, und behaupten, sie selbst und ihre Religion werde diskriminiert. Eine von ihnen gab im Fernsehen zu, sich kurz nach der Veröffentlichung des Buches „Deutschland schafft sich ab“ nicht mehr auf die Straße zu trauen. Die selbsternannten Repräsentanten der Muslime, also Journalisten, Wissenschaftler und Verbandsvertreter sind der Meinung, dass die islamische Gemeinschaft in Deutschland nicht ihre Religion ausleben können, man würde ihnen ihre demokratischen Rechte beschneiden. So zeigen viele Deutsche kein Verständnis gegenüber muslimischen Frauen, wenn sie sich für das Tragen eines Kopftuches entscheiden. Auch sie werden diskriminiert. Auch ihre Menschenrechte seien in Gefahr. Es herrsche Panik in unserer Gesellschaft, eine unbegründete Angst vor dem Islam. Die westlichen Gesellschaften würden jeden Moslem als Terroristen verdächtigen. Muslime seien heute in einer ähnlichen Situation wie die Juden damals im Dritten Reich. Islamophobie sei der neue Antisemitismus in Deutschland.

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Frankfurter Vogel-Kundgebung: Der weibliche Islamismus

In Frankfurt fand gestern die Kundgebung des Islamisten Pierre Vogel und seinen Anhängern unter dem Titel “”Islam – die missverstandene Religion” statt. Tausende junge Muslime haben sich auf dem Frankfurter Roßmarkt, vor dem Commerzbank- Gebäude, versammelt. Manche nur aus Neugier, andere als Unterstützung für den konvertierten deutschen Muslim Pierre Vogel. Auch junge Frauen, die gegen das islamistische und menschenfeindliche Verständnis Vogels protestierten, sind gekommen, um den großen Andrang der jungen deutschen Muslime zu beobachten.

Junge Alevitinnen auf der Frankfurter Kundgebung gegen die Scharia 

Junge Alevitinnen auf der Frankfurter Kundgebung gegen die Scharia Weiterlesen

Aufmarsch der Säkularen und Humanisten

Morgen, am 20. April 2011 werden erstmals deutsche Bürger und Bewohner der muslimischen Community ihre Empörung gegenüber Islamisten wie dem Hassprediger Pierre Vogel und seinen Freunden offen in Frankfurt, an der Hauptwache kundtun. Alevitische Jugendliche werden dem Aufruf der iranischen Menschenrechtlerin Mina Ahadi nachkommen und für universelle Menschenrechte, gegen die Einführung der islamischen Rechtsordnung, für demokratische Werte, für Meinungs-und Pressefreiheit, für Humanismus und wahrhaftige Toleranz und gegen Rassismus demonstrieren.

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Die Burka-App

Kaum ist am vergangenen Montag gesetzlich das Tragen einer Burka, also einer Vollverschleierung in Frankreich verboten worden, schon demonstriert eine Muslima gegen dieses Gesetz, weil es ihre europäischen Rechte verletze. Sie werde Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Klage gegen dieses “diskriminierende” Regelung einreichen. Weiterlesen

Mein Gastkommentar in der Neuen Zürcher Zeitung vom 25.März 2011

Der deutschen Islamdebatte fehlen die säkularen Muslime

Nicht erst seit dem Bestsellererfolg von Thilo Sarrazins Buch «Deutschland schafft sich ab» wird in Deutschland darüber gestritten, wie weit die Anpassung muslimischer Einwanderer an die moderne Gesellschaft und deren säkulare Rechtsordnung gehen soll. Leider wird die Debatte hauptsächlich von «Deutschen» geführt. Von Cigdem Toprak

Knapp drei Wochen nachdem Thilo Sarrazins umstrittenes Buch «Deutschland schafft sich ab» erschienen war, bekam ich einen Anruf von einem Berliner Meinungsforschungsinstitut, bei dem ich unter anderem gefragt wurde, ob ich mich durch Sarrazin beleidigt fühlte. Natürlich antwortete ich mit einem Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn Sarrazins Buch hauptsächlich den ökonomischen Nutzen muslimischer Migranten zum Thema hat, bin ich ihm dankbar, dass seine provokanten Thesen die Diskussion über den Islam in Deutschland, die Muslime und deren Integrationsfähigkeit auf eine breitere Basis gestellt haben.

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Der Maßstab der Integration

Alle Welt regt sich über einen Ökonomen auf: Dabei hat Sarazzin doch nur gerechnet.

Photo by A.Toprak (Zwei Männer in einem türkischen Männer-Kaffehaus im ostanatolischen Dorf der Provinz Erzincan)


Es ist der perfekt Deutsch sprechende Anwalt mit türkischen Wurzeln, der in Deutschland vollständig integriert und in dieser Gesellschaft “angekommen” ist. Dass er aber dennoch nicht an der Weihnachtsfeier seiner Firma teilnimmt, weil es ein “christliches” Fest ist, wird gerne akzeptiert, schließlich sollte man ja “tolerant” gegenüber fremden Kulturen und anderen Religionen sein. Eine Eigenschaft, die zu einem guten europäischen Staatsbürger gehört. Toleranz.

Bei dem ganzen Eifer so tolerant wie möglich zu sein, wird eine andere Eigenschaft mit gleich großer Mühe vernachlässigt: differenziertes Denken.

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Warum es irrelevant ist, ob der Minister recht hat

veröffentlicht auf achgut.com

photo by A.Toprak

In den letzten Tagen kam es zu einer historisch-politischen Debatte über die Aussage des neuen CSU-Innenministers, der gesagt hatte, „dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt”.

Als ob die Beantwortung der Frage, ob nun Deutschland nicht nur christlich-jüdisch, sondern auch islamisch geprägt sei, die gesellschaftlichen und politischen Probleme der muslimischen Migranten in Deutschland lösen könnte.

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Die islamische Assimilation

photo by A.Toprak

veröffentlicht auf achgut.com

Henryk M. Broder fragte in seinem jüngst erschienen Artikel auf weltonline, weshalb die Integrationsdebatte in Deutschland von der Auseinandersetzung mit dem Islam dominiert wird. Dabei stellt er einen Vergleich zu der japanischen Gemeinschaft in Deuschland auf: “Niemand fragt nach ihrer Geburtenrate, keine Behörde stellt ihnen Integrationshelfer zu Seite, es hat auch noch keinen Japan- bzw. Asien-Gipfel beim Innenminister gegeben und keinen christlich-japanischen Arbeitskreis beim Evangelischen Kirchentag. Wir wissen nicht einmal, welcher Religion sie angehören. Sie selbst machen daraus kein Geheimnis, aber auch kein öffentliches Aufheben.”

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