Frankfurter Vogel-Kundgebung: Der weibliche Islamismus

In Frankfurt fand gestern die Kundgebung des Islamisten Pierre Vogel und seinen Anhängern unter dem Titel “”Islam – die missverstandene Religion” statt. Tausende junge Muslime haben sich auf dem Frankfurter Roßmarkt, vor dem Commerzbank- Gebäude, versammelt. Manche nur aus Neugier, andere als Unterstützung für den konvertierten deutschen Muslim Pierre Vogel. Auch junge Frauen, die gegen das islamistische und menschenfeindliche Verständnis Vogels protestierten, sind gekommen, um den großen Andrang der jungen deutschen Muslime zu beobachten.

Junge Alevitinnen auf der Frankfurter Kundgebung gegen die Scharia 

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Aufmarsch der Säkularen und Humanisten

Morgen, am 20. April 2011 werden erstmals deutsche Bürger und Bewohner der muslimischen Community ihre Empörung gegenüber Islamisten wie dem Hassprediger Pierre Vogel und seinen Freunden offen in Frankfurt, an der Hauptwache kundtun. Alevitische Jugendliche werden dem Aufruf der iranischen Menschenrechtlerin Mina Ahadi nachkommen und für universelle Menschenrechte, gegen die Einführung der islamischen Rechtsordnung, für demokratische Werte, für Meinungs-und Pressefreiheit, für Humanismus und wahrhaftige Toleranz und gegen Rassismus demonstrieren.

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Die Burka-App

Kaum ist am vergangenen Montag gesetzlich das Tragen einer Burka, also einer Vollverschleierung in Frankreich verboten worden, schon demonstriert eine Muslima gegen dieses Gesetz, weil es ihre europäischen Rechte verletze. Sie werde Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Klage gegen dieses “diskriminierende” Regelung einreichen. Weiterlesen

Mein Gastkommentar in der Neuen Zürcher Zeitung vom 25.März 2011

Der deutschen Islamdebatte fehlen die säkularen Muslime

Nicht erst seit dem Bestsellererfolg von Thilo Sarrazins Buch «Deutschland schafft sich ab» wird in Deutschland darüber gestritten, wie weit die Anpassung muslimischer Einwanderer an die moderne Gesellschaft und deren säkulare Rechtsordnung gehen soll. Leider wird die Debatte hauptsächlich von «Deutschen» geführt. Von Cigdem Toprak

Knapp drei Wochen nachdem Thilo Sarrazins umstrittenes Buch «Deutschland schafft sich ab» erschienen war, bekam ich einen Anruf von einem Berliner Meinungsforschungsinstitut, bei dem ich unter anderem gefragt wurde, ob ich mich durch Sarrazin beleidigt fühlte. Natürlich antwortete ich mit einem Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn Sarrazins Buch hauptsächlich den ökonomischen Nutzen muslimischer Migranten zum Thema hat, bin ich ihm dankbar, dass seine provokanten Thesen die Diskussion über den Islam in Deutschland, die Muslime und deren Integrationsfähigkeit auf eine breitere Basis gestellt haben.

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Der Maßstab der Integration

Alle Welt regt sich über einen Ökonomen auf: Dabei hat Sarazzin doch nur gerechnet.

Photo by A.Toprak (Zwei Männer in einem türkischen Männer-Kaffehaus im ostanatolischen Dorf der Provinz Erzincan)


Es ist der perfekt Deutsch sprechende Anwalt mit türkischen Wurzeln, der in Deutschland vollständig integriert und in dieser Gesellschaft “angekommen” ist. Dass er aber dennoch nicht an der Weihnachtsfeier seiner Firma teilnimmt, weil es ein “christliches” Fest ist, wird gerne akzeptiert, schließlich sollte man ja “tolerant” gegenüber fremden Kulturen und anderen Religionen sein. Eine Eigenschaft, die zu einem guten europäischen Staatsbürger gehört. Toleranz.

Bei dem ganzen Eifer so tolerant wie möglich zu sein, wird eine andere Eigenschaft mit gleich großer Mühe vernachlässigt: differenziertes Denken.

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Warum es irrelevant ist, ob der Minister recht hat

veröffentlicht auf achgut.com

photo by A.Toprak

In den letzten Tagen kam es zu einer historisch-politischen Debatte über die Aussage des neuen CSU-Innenministers, der gesagt hatte, „dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt”.

Als ob die Beantwortung der Frage, ob nun Deutschland nicht nur christlich-jüdisch, sondern auch islamisch geprägt sei, die gesellschaftlichen und politischen Probleme der muslimischen Migranten in Deutschland lösen könnte.

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Die islamische Assimilation

photo by A.Toprak

veröffentlicht auf achgut.com

Henryk M. Broder fragte in seinem jüngst erschienen Artikel auf weltonline, weshalb die Integrationsdebatte in Deutschland von der Auseinandersetzung mit dem Islam dominiert wird. Dabei stellt er einen Vergleich zu der japanischen Gemeinschaft in Deuschland auf: “Niemand fragt nach ihrer Geburtenrate, keine Behörde stellt ihnen Integrationshelfer zu Seite, es hat auch noch keinen Japan- bzw. Asien-Gipfel beim Innenminister gegeben und keinen christlich-japanischen Arbeitskreis beim Evangelischen Kirchentag. Wir wissen nicht einmal, welcher Religion sie angehören. Sie selbst machen daraus kein Geheimnis, aber auch kein öffentliches Aufheben.”

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Der Reiz der Aufklärung

Photo by A.Toprak

am 02.03.2011 auf achgut.com veröffentlicht

Es existieren ja angeblich zahlreiche Gründe, weshalb man sich für das Tragen eines Kopftuches entscheiden könnte. Religiöse, politische, gesellschaftliche, traditionelle. Deniz Baspinar hat allerdings in ihrem heute auf zeitOnline erschienen Artikel “Der Reiz des Kopftuchs” in ihrer “Kölümne” klar gemacht, dass zum einen kopftuchtragende Frauen attraktiver und zum Objekt der Begierde gewandelt sind, zum anderen, dass “leicht bekleidete” Frauen, was immer das genau heißen soll, für “moderne, aufgeklärte Männer” als Frau für eine “solide Partnerschaft” nicht in Frage kommen.

Die Legitimation des Kopftuchs wird immer absurder
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Es sind deutsche Probleme

photo by A.Toprak

In der türkischen Kultur gibt es eine Etikette, dass man zu seiner Schwiegertochter vorsichtiger und taktvoller sein sollte, als zu seiner eigenen Tochter: Denn diese könnte es falsch verstehen, wenn sie negativ kritisiert wird: “Ich bin eine Fremde in dieser Familie. Sie wollen mich bestimmt nicht. Sie behandeln mich anders als ihre eigene Tochter.”

Man wird zwar als “Tochter” und als Mitglied in dieser Familie gesehen und bezeichnet, aber fühlt sich sofort ausgeschlossen, weil man in diese Familie eingeheiratet hat. Wahrscheinlich werden Schwiegertöchter auch anders behandelt, wenn sie ein Problem haben. Vielleicht nimmt man sich ihrem Problem nicht so an, wie wenn es ein Problem der eigenen Tochter wäre. Man verurteilt sie, man missachtet sie, man wünscht sich, dass sie niemals den eigenen Sohn geheiratet hätte, man hofft, dass sie sich scheiden lässt und so die Familie verlässt, damit endlich wieder Ruhe und Harmonie einkehrt.

Die türkische Schwiegertochter

So fühlen sich auch viele Menschen mit Migrationshintergrund: eine Schwiegertochter in einer fremden Familie, deren Problemen nicht von der deutschen Gesellschaft angenommen werden, weil sich darum entweder sie selbst oder ihre eigene Familie, ihre eigene Heimat kümmern sollte.
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