Cigdem Toprak

Blog: Wir sehnten uns nach Helden – und dann kam Tugce.

Nov
29

Tugce Albayrak

Tugce schaut uns mit großen, schönen Augen an. Tugce lächelt, als ob sie uns sagen möchte: „Lasst mich nicht sterben, denn ich möchte in euren Herzen weiterleben.“ Die junge Studentin strahlt Hoffnung, Liebe und Lebensfreude aus. Die Bilder der jungen Frau, die sterben musste, weil sie Zivilcourage bewiesen hat, wird in deutschen Medien veröffentlicht, auf Sozialen Medien tausendfach geteilt. Ihre traurige Geschichte geht um die Welt.

Deutschland trauert um seine Bürgerin, die jung, mutig und engagiert war. Tugce wollte Lehrerin werden, um die Kinder in diesem Land zu unterrichten und scheute sich auch nicht davor zurück, nachts in einem Fastfood-Restaurant einzugreifen, als zwei junge Mädchen von Männern bedrängt wurden. Leider wurde sie selbst Opfer von jener Gewalt, vor der sie die jungen Mädchen schützen wollte. Einer der Jungs schlug sie nieder. Am Freitag, an ihrem 23. Geburtstag, schalteten die Ärzte die Maschinen ab, nachdem sie bei Tugce Hirntod festgestellt hatten.

Menschen in Deutschland und auch in der Türkei sind fassungslos über die Tat und die Tatsache, dass ein so mutiger Mensch ihr Leben opfern musste. Eine rührende Trauerfeier, an dem nicht nur ihre Familie, Freunde und Bekannte, sondern auch Menschen teilnahmen, die sie nicht persönlich kannten, unzählige Anteilnahmen auf Facebook, Twitter und Instagram, über 80 000 Unterschriften für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Tugce, beweisen uns: Tugce ist zum Vorbild der deutschen Nation geworden, weil sie Menschlichkeit bewiesen hat.

Tugce ist unsere Heldin, auf die wir lange gewartet haben. Eine ganze Gesellschaft hat ihre Solidarität und Anteilnahme an dem Schicksal der jungen Tugce öffentlich gezeigt. Nach der Aufdeckung der NSU-Morde haben große Kundgebungen in der Gesellschaft gefehlt – öffentlich entrüstet und erschrocken waren nur diejenigen, die sowieso schon in der Öffentlichkeit standen: vorwiegend Politiker und Journalisten.

Was hat sich in dieser Gesellschaft verändert? Was ist passiert, dass über 20 000 Posts auf Instagram unter dem #tugce veröffentlicht wurden – vorwiegend von jungen Menschen, die politikverdrossen und ignorant zu sein schienen?

 

Senna_Post_Tugce

Sat1_Post_Tugce

 

Ich bin positiv überrascht über die Solidarität- ganz ähnlich wie ich diese auch bei den Gezi Park Protesten empfunden habe. Anders als in der Türkei werden in Deutschland unsere Freiheit und Sicherheit nicht vom Staat oder unserer Regierung bedroht – sondern von Menschen, die neben uns und mit uns leben.

geziEine Zeichnung von den Opfern der Gezi Park Proteste – „im Himmel passen die älteren Brüder auf das jüngste Opfer, Berkin Elvan, auf“. Sie sind zu Helden der Gezi Park Bewegung geworden.

 

Radikale Islamisten und radikale Nationalisten sowie gewalttätige Jugendliche beängstigen uns seit einiger Zeit und wir machen uns große Sorgen um unsere Sicherheit und unsere Harmonie. Wir haben auch Angst um die Zukunft unserer Gesellschaft. So leiden wir nicht nur unter unserem Alltagsstress, sondern auch unter Gesellschaftsstress.

Es ist nicht die Bedrohung von außen, die uns zu schaffen macht, sondern Gefahren von innen, die wir nicht einschätzen können. So haben wir uns nach Helden gesehnt, die darauf hoffen lassen gegen diese Bedrohungen anzukämpfen – und diese vielleicht sogar zu besiegen.

Tugces Tat, ihr Schicksal und ihre Bereitschaft sich für andere einzusetzen, zeigen uns, dass wir den Kampf für eine gesunde Gesellschaft nicht verloren haben. Sie gibt uns Mut, sie gibt uns Kraft. Wir wünschen uns, dass sie bei uns geblieben wäre.

Leider hat sie uns verlassen. Doch hat sie uns ein Erbe hinterlassen, das uns keiner unserer Politiker, Verbandsvertreter und Medien hätte überreichen können. Tugce hat uns nicht nur gezeigt, was es heißt, nicht wegzuschauen, wenn Ungerechtigkeiten in unserem Alltag geschehen und dass es eine Bürgerpflicht ist sich einzumischen, sondern uns auch als Gesellschaft zusammen geschweißt. Es wird noch etwas dauern, bis uns das bewusst wird und vor allem: bis wir erkennen, dass jeder Bürger in diesem Land den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit selbst führen muss. Nicht nur der Staat oder unsere Regierung sollte Initiative ergreifen, um uns gegen Islamisten, Radikale und gewalttätige junge Männer zu schützen. Vielmehr müssen wir das selbst stärker fordern und dürfen nicht wegsehen. In der Türkei herrscht der Gezi Geist, seit durch die Proteste junge Menschen umgekommen sind,  die ihr Leben für eine bessere Türkei opfern mussten. Er tritt überall in Erscheinung, wo junge Menschen Ungerechtigkeiten bemerken, um dann dagegen öffentlich zu protestieren. Istanbul ist seit Gezi sicherer geworden, denn den Menschen ist noch einmal bewusst geworden, dass nur sie auf sich aufpassen können und müssen – auf den Staat, die Polizei und die Regierung ist eben kein Verlass mehr. Hoffentlich wird der Geist von Tugce auch über uns wachen, damit wir dieses Gewaltverbrechen nicht vergessen wird und wir überall dort einschreiten, wo wir Ungerechtigkeiten bemerken – solange wir auf die Polizei und die Justiz warten.

So wie es Tugce tat, unser Vorbild, unsere Heldin.


Blog: Die Sprache meiner Vorfahren ist vom Aussterben bedroht

Feb
22

Die Muttersprache meiner Großeltern beherrsche ich nicht, Zazaki wurde mir nie beigebracht. Traumatisiert von der Zwangsassimilation des türkischen Staates, behauptete meine Großmutter in ihren letzten Lebensjahren, dass sie Zazaki vergessen hätte. Das Thema wurde zum Tabu. Heute ist Zazaki vom Aussterben bedroht. Damit scheinen auch meine ethnischen Wurzeln zu verschwinden.

Zazaca_Prinz

Als Kind sind wir oft in den Sommerferien das Heimatdorf meiner Eltern nahe der türkischen Provinz Erzincan gefahren. Verwandte und Bekannte kamen uns alle im Haus meiner Großmutter besuchen, mit vielen von ihnen konnte ich mich aber nicht verständigen. Nicht, weil mein Türkisch nicht ausreichte. Vielmehr weil sie in einer anderen, fremden Sprache redeten. Meist waren es ältere Menschen, die mir in dieser seltsamen Sprache auf meine Fragen antworteten. Sie verstanden Türkisch, konnten es aber nicht sprechen. So verständigten wir uns irgendwie. Das hat mich immer sehr verdutzt. Meine Eltern haben sie wiederum verstanden, konnten ein paar Worte auf der mir unbekannten Sprache antworten. Das wars auch.
So kam ich immer wieder in Berührung mit der Muttersprache meiner Großeltern, der Geheimsprache meiner erwachsenen Verwandten, die sofort ins Zazaki wechselten, wenn sie über etwas redeten, was wir Kinder nicht verstehen durften.
Das fand ich immer sehr gemein. Dass man mir als Kind etwas vorenthalten wollte. Heute finde ich es noch gemeiner. Dass man mir eine ganze Sprache, eine ganze Welt vorenthalten hat. Die Sprache meiner Vorfahren, der Zugang zu meiner zazaischen Identität.

Während meiner Studienzeit besuchte ich einen Zazaki-Kurs, der in den Räumen meiner Universität stattfand. Ich versuchte Zazaki zu lernen, zu verstehen, zu sprechen. Obwohl die Grammatik recht einfach war, der Wortschatz nicht sehr groß, einfach zu lernen schien, machten innere Hemmungen es mir nicht möglich, den richtigen Zugang zu finden.
Zuhause konnte ich es nicht üben. Meine Großeltern sind verstorben, keiner meiner Verwandten in meiner nahen Umgebung konnten Zazaki sprechen, meine Mutter verstand es nur. Und mein Vater sträubte sich, mit mir zu lernen.

Jahre zuvor beteuerte meine Großmutter, dass sie Zazaki vergessen habe. Ihre Muttersprache nicht mehr beherrsche. Ihr Türkisch war nicht sehr gut, sie sprach im Dialekt. Wenn aber ein Anruf aus dem Heimatdorf kam, flossen die Worte nur so aus ihrem Mund. Alles Zazaki.

Scheinbar traumatisiert von der Zwangsassimilation in den jungen Jahren der Türkischen Republik, lernte meine Großmutter ihre Sprache, ihre Identität, ihre Wurzeln zu verleugnen.

Mit der Migration nach Deutschland wurde alles noch komplizierter. Die türkische Identität wurde in der neuen deutschen Heimat stärker empfunden. Das verwirrte auch mich. „Ganz normal türkisch“ sind wir nicht, das spürte ich schon immer. Als mein Deutschlehrer, der sich politisch links orientierte, mir auf meine in der Klasse empfundene Diskriminierung antwortete „Ja, aber ihr Türken unterdrückt seit Jahrzehnten die Kurden“, dachte ich mir, ja aber doch nicht ich, doch nicht wir! Sagen konnte ich nichts, denn ich wusste selbst nicht, wer ich bin, wer wir sind.

Mit dem Aussterben der Muttersprache meiner Vorfahren und ihrer selbst, verblasst, verschwindet meine ethnische Identität. Das ist traurig.

Die Türken taumeln in die Armutsfalle

Feb
12

Der Verfall der türkischen Währung trifft die Bevölkerung gleich doppelt. Während Konsumgüter immer teurer werden, steigen die Kosten für Kredite. Immer mehr Familien geraten in die Schuldenfalle.
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Straße im bekannten Künstlerviertel Cihangir (Cihangir Mahallesi). Die Wohnungen werden zu Euro-Preisen vermietet. Direkt darunter: Bettler und Müllsammler. Foto: Cigdem Toprak.

Die sich zuspitzende wirtschaftliche Lage in der Türkei trifft die Bevölkerung gleich zweifach hart. Während die Preise für importierte Waren durch den konstanten Wertverlust der Währung Lira teurer werden, treibt die Leitzinserhöhung der Zentralbank die Zinsen für Immobilien-, Kfz- und Verbraucherkredite in die Höhe. Der renommierte türkisch-armenische MIT-Professor und Wirtschaftsexperte Daron Acemoglu befürchtet einen Einbruch des türkischen Konsumbooms.

Seit dem letzten Jahr hat die türkische Währung konstant an Wert gegenüber Dollar und Euro verloren. So zahlte man vor einem Jahr noch 1,68 Lira für einen Dollar, heute sind es 2,26. Als vergangene Woche der Dollar die Marke von 2,40 erreichte, traf sich die türkische Zentralbank zum Krisengipfel. Ihre Entscheidung, den Leitzins von 4,5 auf 10 Prozent zu erhöhen, fiel unerwartet entschlossen – und gegen den Widerstand des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayip Erdogan – aus.

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#Internetzensur #Internetkontrolle #Türkei

Jan
30

Zeitungen werden in der Türkei schon lange zensiert. Mit einer Änderung im Internet-Gesetz will Erdogan nun auch Online-Inhalte beeinflussen und so das Verhalten seiner Bürger im Netz kontrollieren.

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Weihnachten am Bosporus

Jan
08

Nicht wegen ihres Glaubens, sondern weil es sie an Deutschland erinnert, feiern in Istanbul einige Deutschtürken zusammen Weihnachten. Auch wenn sie ihre neue Heimat mögen – manchmal fehlt die alte.

EbruTavli_Weihnachten

Das Wohnzimmer duftet nach frisch gebackenen Vanillekipferl, die in einer Schale mit sternenförmigen Schokoplätzchen angerichtet sind. In der Wohnzimmerecke steht ein Tannenbaum, geschmückt mit goldenen Sternen, roten und grünen Kugeln, im Hintergrund erklingt Weihnachtsmusik – Mariah Careys „All I want for Christmas“. Alles ist für das Fest vorbereit. Eine Szene wie sie sich so kurz vor Weihnachten in Millionen deutscher Haushalte abspielen könnte. Doch vom Fenster dieses Wohnzimmers aus hat man einen atemberaubenden Blick über den Bosporus.

Wenige Tage vor Heiligabend treffen sich hier in einer Wohnung in Istanbul einige deutsch-türkische „Rückkehrer“, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Denn das bedeutet Heimat für die jungen Frauen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen, nach dem Studium aber aus verschiedenen Gründen in die Türkei ausgewandert sind. Auch wenn sie am Bosporus ihr Glück, Liebe und Erfolg gefunden haben, fehlt ihnen manchmal ein Stück deutscher Heimat, ganz besonders in der besinnlichen Weihnachtszeit.

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Frauen und Männer- unverheiratet unter einem Dach.

Jan
08


Erneut ist die türkische Jugend erzürnt über ihren Ministerpräsidenten. Denn nun spricht sich
Erdogan gegen gemischte Studenten-WGs aus und fordert staatliche Kontrollen in Privatwohnungen.

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Studenten und Studentinnen in der Türkei sollen getrennt wohnen – dazu hat der türkische Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan eine klare Meinung. Auf einer parteiinternen Versammlung beklagte er in der vergangenen Woche, dass es zu wenig Studentenwohnheime gäbe. Ein Mangel mit der gefährlichen Folge, das Studenten und Studentinnen in dieser Notlage dazu verleitet werden könnten, sich private Wohnungen zu teilen, meint Erdogan.

„Dies entspricht nicht unserem konservativem Demokratieverständnis“, erklärte er. Im der türkischen Stadt Denizli sei das Problem schon eingetreten. „Wir haben dem Gouverneur die Anordnungen gegeben. Das Notwendige wird eingeleitet.“ Der Vizepremier und Regierungssprecher Bülent Arinc widerriefen dies und Arinc stellte klar, dass keine staatlichen Kontrollen in privaten Wohnungen stattfinden werden.

Doch Erdogan bekräftigte am nächsten Tag die eigenen Worte. „Ich leugne nicht, was ich einmal gesagt habe. Unsere Regierungspräsidien greifen in diesen Situationen ein“, sagte er. „Wieso wird das als störend empfunden? Wir wissen nicht, was in diesen Wohnungen passiert. Es kann alles passieren. Die Eltern klagen und fragen, wo der Staat ist. Wir müssen zeigen, wo der Staat ist.“

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Mode in der Türkei – zwischen Kopftuch und Dekolleté

Dez
15

Auf der Istanbuler Fashion Week 2014 ging es nicht nur um Stoffe und Schnitte, sondern auch um gesellschaftliche Werte, politische Haltungen – und Macho-Männer in Skinny-Jeans.

Meltem und Cigdem Toprak

Mercedes-Benz Presents Zeynep Tosun - Runway - MBFWI S/S 2014 Presented By American Express

Die Fashion Week in Istanbul findet am einzigartigen Bosporus statt. Türkische und internationale Gäste blicken auf die berühmte Brücke, die Europa mit Asien verbindet – und spüren die Zerrissenheit zwischen
Abend- und Morgenland, aber auch die Synthese der westlichen und östlichen Kultur, die auf den Laufstegen gezeigt wird.

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Ein wahrer Sultan demonstriert auch im Gezi-Park

Dez
14

Türkische TV-Serien sind mehr als Soaps: Sie kritisieren Missstände und stoßen Debatten an. Und wenn ihre Stars an Demonstrationen teilnehmen, werden sie zur Zielscheibe der konservativen Regierung.

MUTESEM-YUZYIL

Pünktlich zum Schuljahr- und Semesterbeginn haben die Proteste der türkischen Jugend wieder angefangen. Erholt sind die Türken aus den beliebten Partystädten Bodrum und Cesme an der Ägäis oder von ihren Familien in der Heimat wieder in die Großstädte zurückgekehrt. Der Auslöser für die jüngsten Proteste am vergangenen Dienstag war der Tod des 22-jährigen Ahmet Atakans, der am 3. Juni in Antakya am Kopf von einer Tränengaskapsel verletzt worden war und vergangenen Montag an seinen Verletzungen gestorben ist.

Aber auch die türkischen Seriendarsteller, die sich in den letzten Wochen in Drehpausen befanden, haben neue Energie für die zweite Runde der Proteste getankt. Denn türkische Stars spielen nicht nur in beliebten türkischen Serien mit, die auch in arabischen Ländern erfolgreich laufen – sie sind zentrale Akteure der türkischen Protestwelle. Tante Vasfiye demonstriert mit

Die 27-jährige Gonca Vuslateri zum Beispiel, die mittlerweile zu den angesehensten Schauspielerinnen der Türkei gehört. Mit ihren Rollen in der gesellschaftskritischen Comedyserie „Yalan Dünya“ („Verlogene Welt“) wurde sie in kürzester Zeit zum Star. Vuslateri verkörpert zwei unterschiedliche Generationen: Zum einen spielt sie die junge depressive Türkin Eylem, die ein Opfer der Generation Y ist. Parallel spielt sie die Rolle der alten Tante Vasfiye, mittlerweile eine Kultfigur, eine neugierige und verbitterte alte Jungfer, die sich aus Einsamkeit gerne über die Gefühle und Ängste ihrer Mitmenschen lustig macht.

Aber zwischen den Dreharbeiten und ihren Theateraufführungen fand Vuslateri genug Zeit, zu einer zentralen Figur der Proteste zu werden. Zusammen mit ihren Kollegen war sie fast täglich bei den Kundgebungen und im Gezi Park dabei. Regelmäßig haben Serienstars öffentlich im Park politische Stellungnahmen gegeben, sie haben im Park übernachtet und sich unters Protestvolk gemischt.

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Interview mit Günter Wallraff

Dez
10

 

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Der Autor und Türkei-Kenner Günter Wallraff unterstützt in Istanbul den bedrängten Journalisten Dogan Akhanli. Ein Interview über das „Sultangehabe“ Premier Erdogans und die EU-Perspektive der Türkei.

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Interview mit türkischem Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu

Dez
09

CIGDEM TOPRAK'LA GORUSME

 

Was hat die größte Oppositionspartei der Türkei ihrem Premier Recep Tayyip Erdogan entgegenzusetzen? Kemal Kilicdaroglu, Chef der CHP, spricht über die Zukunft seines Landes nach den Protesten. Mein Gespraech mit Kemal Kılıcdaroğlu.

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