Cigdem Toprak

Die Sprache meiner Vorfahren ist vom Aussterben bedroht

Feb
22

Die Muttersprache meiner Großeltern beherrsche ich nicht, Zazaki wurde mir nie beigebracht. Traumatisiert von der Zwangsassimilation des türkischen Staates, behauptete meine Großmutter in ihren letzten Lebensjahren, dass sie Zazaki vergessen hätte. Das Thema wurde zum Tabu. Heute ist Zazaki vom Aussterben bedroht. Damit scheinen auch meine ethnischen Wurzeln zu verschwinden.

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Als Kind sind wir oft in den Sommerferien das Heimatdorf meiner Eltern nahe der türkischen Provinz Erzincan gefahren. Verwandte und Bekannte kamen uns alle im Haus meiner Großmutter besuchen, mit vielen von ihnen konnte ich mich aber nicht verständigen. Nicht, weil mein Türkisch nicht ausreichte. Vielmehr weil sie in einer anderen, fremden Sprache redeten. Meist waren es ältere Menschen, die mir in dieser seltsamen Sprache auf meine Fragen antworteten. Sie verstanden Türkisch, konnten es aber nicht sprechen. So verständigten wir uns irgendwie. Das hat mich immer sehr verdutzt. Meine Eltern haben sie wiederum verstanden, konnten ein paar Worte auf der mir unbekannten Sprache antworten. Das wars auch.
So kam ich immer wieder in Berührung mit der Muttersprache meiner Großeltern, der Geheimsprache meiner erwachsenen Verwandten, die sofort ins Zazaki wechselten, wenn sie über etwas redeten, was wir Kinder nicht verstehen durften.
Das fand ich immer sehr gemein. Dass man mir als Kind etwas vorenthalten wollte. Heute finde ich es noch gemeiner. Dass man mir eine ganze Sprache, eine ganze Welt vorenthalten hat. Die Sprache meiner Vorfahren, der Zugang zu meiner zazaischen Identität.

Während meiner Studienzeit besuchte ich einen Zazaki-Kurs, der in den Räumen meiner Universität stattfand. Ich versuchte Zazaki zu lernen, zu verstehen, zu sprechen. Obwohl die Grammatik recht einfach war, der Wortschatz nicht sehr groß, einfach zu lernen schien, machten innere Hemmungen es mir nicht möglich, den richtigen Zugang zu finden.
Zuhause konnte ich es nicht üben. Meine Großeltern sind verstorben, keiner meiner Verwandten in meiner nahen Umgebung konnten Zazaki sprechen, meine Mutter verstand es nur. Und mein Vater sträubte sich, mit mir zu lernen.

Jahre zuvor beteuerte meine Großmutter, dass sie Zazaki vergessen habe. Ihre Muttersprache nicht mehr beherrsche. Ihr Türkisch war nicht sehr gut, sie sprach im Dialekt. Wenn aber ein Anruf aus dem Heimatdorf kam, flossen die Worte nur so aus ihrem Mund. Alles Zazaki.

Scheinbar traumatisiert von der Zwangsassimilation in den jungen Jahren der Türkischen Republik, lernte meine Großmutter ihre Sprache, ihre Identität, ihre Wurzeln zu verleugnen.

Mit der Migration nach Deutschland wurde alles noch komplizierter. Die türkische Identität wurde in der neuen deutschen Heimat stärker empfunden. Das verwirrte auch mich. „Ganz normal türkisch“ sind wir nicht, das spürte ich schon immer. Als mein Deutschlehrer, der sich politisch links orientierte, mir auf meine in der Klasse empfundene Diskriminierung antwortete „Ja, aber ihr Türken unterdrückt seit Jahrzehnten die Kurden“, dachte ich mir, ja aber doch nicht ich, doch nicht wir! Sagen konnte ich nichts, denn ich wusste selbst nicht, wer ich bin, wer wir sind.

Mit dem Aussterben der Muttersprache meiner Vorfahren und ihrer selbst, verblasst, verschwindet meine ethnische Identität. Das ist traurig.

Angemessen gekleidet: Burqa, Niqab, Hijab.

Jan
09

Eine aktuelle Studie des Social Research Instituts der University of Michigan fragte die mehrheitlich muslimische Bevölkerung in Tunisien, Ägypten, Irak, Pakistan, Saudi-Arabien, Libanon und Türkei, welche Kleidungsform für Frauen in der Öffentlichkeit angemessen sei.

Im Durchschnitt wird die weiße Kopfbedeckung (Nr.4), die Haare und Ohren bedeckt, der Burqa, Niqab, Tschador und dem unkonventionellem Tragen sowie keiner Kopfbedeckung vorgezogen. Dass Frauen auch ohne jegliche Bedeckung in der Öffenklichkeit angemessen gekleidet seien, diese Auffassung teilen 32 % der Türken, 15 % der Bevölkerung in Tunesien und 49 % der Libanesen. Die Haltung, dass Frauen in der Lage sein sollten, selbst über ihre angemessene Kleidung zu entscheiden, besitzen 56 % der Tunesier, 52 % der Türken und 49 % der Libanesen.

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Religionsfreiheit, Vielfalt und Toleranz. Wir dürfen unsere Werte als liberale Gesellschaft nicht vergessen.

Mrz
08

Islamunterricht, Gebetsräume an Schulen, Moscheen und das Kopftuch für Lehrerinnen- gesellschaftliche und politische Stimmen in Deutschland plädieren seit einigen Jahren verstärkt für Religionsfreiheit für unsere muslimischen Mitbürger. Argumentiert wird mit den Begriffen Toleranz und Vielfalt in unserer demokratischen Gesellschaft. Dabei wird nach Toleranz zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und religiöser Gruppen gefordert, weil Vielfalt in unserer Gesamtgesellschaft erwünscht wird. Wir sollten uns allerdings als liberale Gesellschaft die Frage stellen, wie wir mit religiösen Gruppen umgehen, die ihre eigenen Mitglieder unterdrücken und so ihnen gegenüber nicht tolerant sind. Sollten wir nicht auch nach Toleranz und Diversität innerhalb der Communities fordern?


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Integration: Es sind Menschen.

Nov
01

Die Debatte über die Eingliederung von Migranten und ihren Nachfahren in die deutsche Gesellschaft wird in der Öffentlichkeit nicht realistisch wiedergegeben. Auf der einen Seite enstehen Modelle eines typischen „Türken“, auf der anderen Seite werden die wirklichen Probleme der Migranten einfach unter den Teppich gekehrt.

In der deutschen Integrationsdebatten existieren viele Stereotypen. Es sind verallgemeinernde Vorstellungen von „Türken“, „Muslimen“, „Problemen“ und „gelungener Integration“. Es scheint, als ob man von Einzelfällen ausgeht, und dies auf eine gesamte Gruppe schließt. Es existieren sowohl positive als auch negative Stereotypen in der deutschen Medienlandschaft. Erfolgreich integrierte Migranten sowie Problemfälle. So fehlt es an einer Differenzierung und dem Anspruch, Migranten zunächst als Individuuen zu betrachten.
Diesen Anspruch sollte jeder besitzen. Auch ich. Wenn ich ein Mädchen mit Kopftuch sehe, denke ich automatisch daran, dass sie gezwungen wird, das Kopftuch zu tragen- oder ich gehe davon aus, dass sie intolerant gegenüber „offenen“ Frauen ist. Dabei kann sie sich zu dem Kopftuch entschieden haben und auch meine Lebenseinstellung respektieren.
Meine Meinung zum islamischen und dogmatischen Kopftuch bleibt dabei unberührt. Denn meine Kritik richtet sich zunächst an das soziale Problem, unter dem sehr viele muslimische Frauen leiden. Auch wenn sie das anders sehen.
Dennoch: dem Denken in Mustern, Modellen und bestimmten Schemata verfalle auch ich. Und das, obwohl ich mehr Kontakt zu unterschiedlichen Migranten habe, als wahrscheinlich der durchschnittliche urdeutsche Bürger in Deutschland.

Dies ist allerdings das eine Problem der deutschen Integrationsdebatte.

Man kann nicht verleugnen, dass bestimmte Probleme eine große Anzahl einer bestimmten Gruppe treffen.
Und darüber muss gesprochen werden. Meine Kritik richtet sich an diejenigen, die zwar in der öffentlichen Debatte versuchen, Stereotypen zu durchbrechen, diese aber einfach nur durch neue Stereotypen ersetzen. Sie stellen gut integrierte Migranten als ein alternatives Modell dar. Statt über die sozialen Probleme, die wir mit dem Islam, den Migranten aus unterschiedlichen Ländern und Regionen und mit orientalischen Traditionen haben, öffentlich zu sprechen, wird in den Medien auch versucht, ein positives Bild über Migranten der Öffentlichkeit zu vermitteln.

In den Medien benötigen wir allerdings ein realistisches Bild. Und zu der Realität gehört eben dazu, dass viele Migranten die deutsche Sprache nicht beherrschen, sich zudem weigern, der Modernität in Deutschland anzupassen.
Viele Migranten und ihre Stellvertreter in Verbänden, Medien und in der Politik tendieren dazu, in die Position der Selbstverteidigung zu treten. Dabei sollten gerade die Migranten, insbesondere die islamisch geprägten Migranten über Zwang in Glaubensfragen sprechen. Orientalische Migranten sollten öffentlich Ehrenmorde anprangern. Migranten sollte öffentlich fordern, dass das Beherrschen der deutschen Sprache für das Leben und Zusammenleben in Deutschland notwendig ist.

Wenn gerade die orientialischen Migranten die Probleme, die sie selbst betreffen, in der deutschen Öffentlichkeit ansprechen und eine kritische Debatte innerhalb der Communities entsteht, dann können wir rechtspopulistische Tendenzen in Deutschland eindämmen. Dann können wir Diskriminierung bekämpfen, die nicht durch Vorurteile, aber eben durch solche Stereotypen entstehen. Vor 20 Jahren wurden meine Eltern in unserer urdeutschen Nachbarschaft nicht willkommen gehießen. Weil Türken ihnen fremd waren. Sie wussten damals nichts über sie, nur die schwarzen Haare und die komische laute Sprache erschreckten sie. Heute lesen meine Nachbarn über Türken. Meistens ist es Negatives. Aber heute haben sie auch die Chance, mit meinen Eltern zu kommunizieren. Wenn sie möchten, können sie ihre türkischen Nachbarn kennenlernen. Und sie würden feststellen, dass jedes Familienmitglied eine andere Einstellung zu Gott hat. Dass ihre türkischen Nachbarn ursprünglich eine andere Muttersprache als Türkisch sprechen. Dass diese Türken Alkohol trinken. Dass sie die deutsche Kultur und Sitten respektieren, aber jedes Familienmitglied individuell für sich entschieden hat, inwieweit es die deutsche Kultur für sich annimmt. Unsere Nachbarn würden erkennen, dass zwar gewisse patriarchische Strukturen existieren und anatolische Traditionen gelebt werden, aber nur insofern alle Individuuen damit einverstanden sind.

Wenn urdeutsche Bürger sich für ihre Migranten interessieren, dann sollte sie versuchen, zunächst nur das Individuum zu sehen und sich nicht das Kollektiv ins Gedächtnis rufen, von dem in Zeitungen und im Fernsehen gesprochen wird.

Meine türkische Freundin war an Krebs erkrankt. Sie hatte ihre Haare verloren und fing an ein Tuch zu tragen, um ihre Glatze zu verdecken. Ihre urdeutschen Nachbarn fragen ihre Eltern, ob sie nun ab jetzt ein Kopftuch trägt. Sie haben sonst nichts in Erwägung gezogen. Sie haben nicht ihre müden Augen gesehen, nicht ihre fahle Haut entdeckt. Sie haben nicht bemerkt, dass das Mädchen alle vierzehn Tage ins Krankenhaus gefahren wurde, nur in Jogginghosen rumläuft und plötzlich – wieder offene lange Haare, eine Perücke, trägt. Das war das einzige, was sie gefragt haben. Sonst wollten sie nichts wissen.

Dabei gibt es noch so viel zu berichten.

Sie reden wieder über mich.

Sep
11

 

Weit weg von Deutschland, dauert es keinen Monat, bis ich anfange, Deutschland zu vermissen. Was ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, schließlich ist Deutschland mein Zuhause.

Die Bodenständigkeit, das kritische Hinterfragen, die zwischenmenschliche Distanz, das Brot, den Frischkäse, die Ordnung, die Disziplin, Sicherheit und natürlich meinen monoton-deutschen Alltag.

Was ich überhaupt nicht vermisst habe? Die öffentliche Debatte über mich.

Damit meine ich die öffentliche Debatte über die in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund und Migranten.

 

Gerade wenn ich in der Fremde beginne, Deutschland zu vermissen, meine Heimat zu lieben und zu schätzen, fällt mir die Integrationsdebatte ein.

In diesen Momenten genieße ich es, in der Fremde, also in der Türkei, als Deutsche glücklich zu sein. Es macht nämlich großen Spaß zu nörgeln, sich zu beschweren, sich auf Deutsch zu unterhalten, weil es niemand versteht, zu wissen, dass in Deutschland alles ordentlich und besser läuft. Vor allem damit anzugeben. Wir jungen „Deutsch-Türken“ versuchen nämlich dem türkischen Mitarbeiter auf einem daily boat trip zu erklären, dass man nicht über eine dreckige Fliesenplatte Silikon befestigen darf, weil man ansonsten dreckige Silikonstreifen im Bad und in der Küche hat. Von den unterschiedlichen Abständen der Treppenstufen möchten wir gar nicht erst anfangen. Prompt werden wir gefragt, ob wir im Bauwesen tätig sind.

 

Man gab mir viele Namen. Das tat ich selbst übrigens auch. Ausländer, Fremde, Migrant, Deutsche mit Migrationshintergrund, Türkin, Deutsch-Türkin, Ende der 90er Kurdin, Muslimin und Alevitin.

Es sind Begriffe, hinter denen sich Definitionen verbergen. Durch sie können Statistiken erhoben, Schlussfolgerungen gezogen und Artikel geschrieben werden.

Aber eigentlich bin und war ich auch: Schülerin, Studentin, Aushilfskraft, Assistentin, Praktikantin, Versicherungsnehmerin, Mandantin, Patientin, Arbeitskollegin, Nachbarin, Tochter, Schwester, Cousin, Nichte, Freundin und Kommilitonin.

Ich weiß. Die Debatte über „Integration“ wird auch deshalb geführt, weil es Menschen gibt, die meine Kultur teilen, mehr oder weniger meiner Religion angehören, meine Haarfarbe haben und meine zweite Muttersprache sprechen. Diese Menschen sind Kriminelle, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, ohne Schulabschluss, Intolerante und Gewalttätige, religiöse Fundamentalisten und unkritische Bürger. Sie sind gewalttätig, beherrschen nicht die deutsche Sprache, entziehen sich der Mehrheitsgesellschaft, lehnen demokratische Prinzipien ab und weigern sich, ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, der sie angehören und in der sie leben.

Als Studentin, Tochter und Patientin kann ich gehört werden. Ich kann mich bemerkbar machen.

Aber als Mensch mit Migrationshintergrund habe auch ich, so wie viele andere, mehr zu bieten, als nur Probleme.

Es gibt Migranten, die eine zweite oder dritte Muttersprache beherrschen. Sie sorgen sich nicht nur um die politischen und sozialen Probleme in Deutschland, sondern verfolgen wirtschaftliche und politische Entwicklungen auch in dem Land, aus dem sie selbst, ihre Eltern oder Großeltern stammen. Die orientalische Volkstänze tanzen und nicht-europäische Instrumente spielen. Es sind Menschen, die sehr gerne Gäste empfangen. Menschen, die gerne teilen. Die gerne deutschen Omas beim Tragen der Einkaufstüten helfen. Die sehr gerne mit Menschen kommunizieren und auch einen Fremden zum Trost in den Arm nehmen würden. Migranten, deren Großmütter noch auf dem Acker gearbeitet und Analphabeten waren. Sie selbst aber an deutschen Universitäten studieren. Es sind Menschen, die in Deutschland lernen durften, was Ordnung, Disziplin und Sparsamkeit bedeutet. Die in Deutschland Gedichte interpretieren und das kritische Hinterfragen erlernen. Es sind Menschen, die in Deutschland Schutz und Arbeit, Sicherheit und Stabilität gefunden haben.

Es leben in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in Deutschland über jedes Thema tabulos unterhalten dürfen und können. Und das sehr schätzen. Menschen, die glücklich sind, in einem Land zu leben, das seine Bürger achtet und schützt. Die gerne deutsche Staatsbürger geworden sind. Die das Glück haben, sich beiden Kulturen bedienen zu können und somit im Idealfall nur das Beste aus jeder schöpfen.

Umso mehr sollten sich gerade diese über jene ärgern, die nicht die Chancen nutzen, die ihnen Deutschland bietet.

Jene, die nicht dankbar dafür sind, dass sie die Möglichkeit haben, diese Gesellschaft mitzugestalten. Und natürlich jene, die diese Möglichkeiten für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Solche, die ständig beleidigt sind und Probleme unter dem Teppich kehren statt darüber offen zu sprechen. Es leben in Deutschland zu viele Menschen, die ihre Religion und Kultur als Vorwand für ihre kriminellen Taten, für ihre Doppelmoral und ihre Gewalt benutzen. Jene, die nicht kritisch mit ihrer Religion und Kultur, ihrer Mentalität umgehen können.

Was in dieser Debatte fehlt? Nun, dass sich verstärkt Migranten zu Wort melden. Aber nicht, um über ihre großartigen Leistungen und Erfolge zu sprechen. Sondern um die Probleme selbst zu benennen.

Was in der deutschen Mehrheitsgesellschaft fehlt? Aufrichtiges Interesse für ihre Migranten.

Nein, es fährt in der Türkei nicht jeder einen 3er BMW. Und ja, man kann nur vergeblich nach einem Döner mit Knoblauchsoße in der Türkei suchen, den es in Deutschland an jeder verdammten Ecke gibt.

Den ich ganz besonders vermisse.

 

photo by A.Toprak

 

Integriert und antisemitisch.

Jun
11

Sie sehen eine junge Frau, die orientalisch aussieht und in einer Bar in irgendeiner deutschen Großstadt sitzt. Sie wissen, dass sie in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, also fließend Deutsch spricht. Sie haben erfahren, dass sie ein Auslandssemester in England absolviert hat und nun als Werkstudentin in einem erfolgreichen Unternehmen arbeitet. Mit welchem Adjektiv würden Sie diese Frau beschreiben? „Integriert“ Richtig. Als integriert.

Würden Sie aber auf diese Bezeichnung bestehen, wenn Sie wüssten, dass dieselbe Frau „Jude“ als Schimpfwort benutzt und behauptet, dass das jüdische Volk geizig, gierig und unmenschlich sei? (mehr …)

Die Lippenstift-Frage

Apr
17

Ein Textilstück beschäftigt die deutsche Debatte über den Islam, die Integration der muslimischen Bürger und die Grenzen der Religionsfreiheit seit einigen Jahren. (mehr …)

Was ist Ehre?

Jun
08

„Kannst du es schmecken? Kannst du es riechen? Was ist Ehre.

Wärmt es dich, wenn es kalt ist? Bringt es Licht ins Dunkle? Was ist Ehre.

Aber wenn ich in die Augen meiner Tochte schaue, sehe ich den Himmel.

Wenn ich sie lächeln sehe, dann erleuchtet meine Welt.“

Die Worte einer sehr weisen Person heute in meinem Wohnzimmer.